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Aus 2 mach 4 - ein Bruch mit der Tradition?

Wer BMW sagt, der meint Zweizylinderboxer. Man muss dabei aber denken, dass dieses Konzept immer noch auf der R 32 beruhte, die Max Friz immerhin schon 1923 entwickelt hatte. Zeit für etwas Neues, dachte sich daher das BMW Management Mitte der 70er Jahre, und handelte nach dem Motto: Klotzen, nicht kleckern. In Berlin wurde um die stolze Summe einer Viertelmilliarde (!) Mark eine funkelnagelneue Fabrik errichtet, in der Motorräder gebaut werden sollten, die der japanischen Konkurrenz das Fürchten lehren konnten.

Was dann 1983 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, überraschte alle: die K 100 hatte einen längsliegenden Vierzylindermotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen. Die 90 PS Leistung waren wegen seines tiefen Schwerpunkts optimal auf die Straße zu bringen. Zudem war er extrem wartungsfreundlich und die Baureihe war so angelegt, dass nach dem Baukastenprinzip möglichst kostengünstig andere Varianten entwickelt werden konnten. Folgerichtig kam schon zwei Jahre später mit der K 75 eine kleine Schwester, bei der einfach der Motor um einen Zylinder verkürzt worden war.

Kurz nach Einführung der K 100 kam das Modell RS mit Vollverkleidung, zu der man als Sonderausstattung auch ABS ordern konnte. 1988 schuf BMW mit der K1, bei der auch das Vorderrad in die Verkleidung integriert war, insofern einen Blick in die Zukunft, als diese 1000er auch der erste Vierventiler der BMW Geschichte war. In den Folgejahren wurden die Basismodelle weiterentwickelt und modernisiert: der Motor wurde auf 1100 bzw. 1200 ccm vergrößert, das Fahrwerk kräftig überarbeitet (Paralever Schwinge), und besonders auf die Ausstattung wurde größter Wert gelegt: verstellbare Windschutzscheibe, Kat, ABS und eine höhenverstellbare Sitzbank machten die K Modelle zu idealen Reisetourern. Natürlich waren auch die Behörden vieler Länder wiederum an den Vierzylindern interessiert.

Darüber hatte BMW die Entwicklung der Boxermodelle etwas vernachlässigt, 1995 wurde sie (vorerst gänzlich) eingestellt. Davor wurde die Entwicklung von sogenannten Enduromodellen vorangetrieben, für die das Kürzel G/S (Gelände/Straße) steht.