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Der Tag 0 und wie es dazu kam

Die Stunde 0 schlug am 7. März 1916, als sich die Gustav Otto Flugmaschinenfabrik mit der Rapp Motoren Werke Gmbh zusammenschloss, um künftig als Bayrische Motoren Werke sehr erfolgreich Flugzeuge für den Einsatz im ersten Weltkrieg zu bauen.

Wie wir wissen, ging der Krieg verloren, die Siegermächte untersagten die weitere Herstellung von Flugmaschinen - ein neues Produkt musste her. Was bot sich da mehr an als das gerade boomende Motorrad (für Automobile hatte ja kaum jemand genügend Mittel zu dieser Zeit), zumal man mit dem früher bei Daimler beschäftigten Max Friz einen mehr als fähigen Konstrukteur bei der Hand hatte?

Die ersten Gehversuche, ein Kleinmotorrad mit dem Namen Flink, fielen eher halbherzig aus, besser lief es da schon mit der Helios, die 1921 in Lizenz entstand und den M2B15 Motor hatte, der im eigenen Haus entwickelt wurde. Dieser Motor konnte auch an andere Mitbewerber verkauft werden, wie zB. an Victoria und kleinere Firmen: Heller, Corona, Karü, usw. Sogar ein österreichisches Motorrad entstand um dieses Aggregat: die Bison, von der nur mehr ein Exemplar erhalten geblieben ist, das auch hier im Museum steht.

Neben der Bison aus 1921 zeigt das Museum folgende Exponate aus dieser frühen Epoche: BFW Flink 143 ccm aus 1921, Helios M2B15 aus 1921, Victoria KR I aus 1920, Flottweg F III aus 1924. Letztere kam aus den Schleißheimer Ottowerken, die aus der Gustav Otto Flugmaschinenfabrik hervorgegangen war. Durch den Erfolg des Motors fassten die Bayrischen Motoren Werke aber ein anderes, größeres Ziel ins Auge: ein völlig eigenständiges Motorrad sollte entstehen, bei dem alle modernen technischen Kenntnisse der damaligen Zeit einfließen sollte. Umsetzen sollte diese Idee Max Friz. Der setzte sich hin und entwickelte in nur 5 Wochen ein Konzept, das der Konkurrenz um Jahre voraus war!